Was erwartet mich in einer Verhaltenstherapie?

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eines der am besten untersuchten psychotherapeutischen Verfahren. Sie ist bei einem breiten Spektrum psychischer Erkrankungen und Belastungen wirksam, darunter Angststörungen, Depressionen, Zwangserkrankungen, Schlafstörungen und viele weitere.

Verhaltenstherapie ist aktiv und zielorientiert: Neben den Gesprächen in der Praxis gehören auch Übungen im Alltag dazu. Diese können zu Beginn in Begleitung stattfinden. Ziel ist es, konkrete Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln anzustoßen und diese dauerhaft zu verankern. Dabei richten wir uns an Ihren individuellen Zielen aus und nutzen Ihre vorhandenen Ressourcen. Therapeutische Schritte werden offen besprochen und Sie bleiben zu jedem Zeitpunkt die Entscheidenden über Ihren persönlichen Weg. Transparenz meinerseits und Ihre Eigenverantwortung sind für mich entscheidende Grundlagen einer gelungenen Therapie.

Schwerpunkte in der Therapie bei mir

Die klassische KVT wird heute durch Elemente der „Dritten Welle“ der Verhaltenstherapie erweitert und bereichert. Gerne setze ich insbesondere Methoden der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) sowie der Schematherapie ein. ACT legt den Fokus darauf, innere Erfahrungen anzunehmen, statt gegen sie anzukämpfen, und das eigene Handeln an persönlichen Werten auszurichten. Die Schematherapie befasst sich mit tief verwurzelten Mustern, die schon lange das Erleben und Verhalten prägen. Interventionen der Schematherapie sind oft so gestaltet, dass sie über die kognitive Auseinandersetzung hinaus eine Veränderung auf emotionaler Ebene anstreben. Häufig binde ich in die Behandlung Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion und Beobachtung des inneren Erlebens ein.

Welche Methoden zum Einsatz kommen, richtet sich nach Ihrer individuellen Situation und Ihren Therapiezielen.

Wie läuft die Therapie ab?

Die Therapie gliedert sich in verschiedene Phasen. Zu Beginn klären wir ab, ob eine Behandlung bei mir indiziert und für Sie voraussichtlich hilfreich ist. Dazu gehört, dass beide Seiten prüfen, ob sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. In dieser Phase werden auch Fragen zur Finanzierung geklärt. Im Anschluss stehen ausführliche Gespräche, in denen wir gemeinsam verstehen, was Sie belastet, wie es dazu gekommen ist und was sich verändern soll. Daraus entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan und bereiten gegebenenfalls Anträge an die Versicherungsträger vor. Danach beginnt eine längere Arbeitsphase, in der Übungen ausgewählt, vorbereitet und durchgeführt werden, sowie weiterhin Zeit für Klärung und Reflexion besteht. Gegen Ende der Therapie steht die Konsolidierung im Alltag sowie die Vorbereitung einer Rückfallprophylaxe im Vordergrund.

Kennenlernen – Vorbereitung/Verstehen – intensives Arbeiten – Rückfallprophylaxe